Chronik
Von Karl Dieter Heller.

Ende der zwanziger Jahre gründete der damalige Pfarrvikar Tölle einen Verein mit der Bezeichnung DJK (Deutsche Jugendkraft) Oberelspe. Der Spielbetrieb kam aber schon etwa Mitte der dreißiger Jahre zum Erliegen. Als Sportplatz diente ein Gründstück in Altenvalbert, das die Familie Richard zur Verfügung stellte.

Während der Kriegsjahre ruhte in Oberelspe der organisierte Sport. Etwa 1947 /48 begann man, in nicht organisierten Gruppen, wieder Fußball zu spielen. Die Voraussetzungen waren aber denkbar schlecht, da weder das erforderliche Material (Bälle, Schuhe, Sportkleidung) und erst recht kein einigermaßen geeigneter Platz zur Verfügung standen.

Als Spielgelände wurde die Straße, ein sehr unebener Platz auf der Lausebuche und hin und wieder auch Richards Weide in Altenvalbert benutzt. Zunächst waren es Schüler und Jugendliche, die sporadisch Mannschaften zusammen stellten und Freundschaftsspiele in Elspe, Oedingen, Halberbracht, Cobbenrode usw. austrugen.

Vor der offiziellen Gründung des Sportvereins waren acht Oberelsper in Jugend – und Seniorenmannschaften in Oedingen integriert. Es war eine Frage der Zeit, wann in Oberelspe eine Fußballmannschaft gegründet würde. Aber zunächst musste man sich um ein für Fußballspiele geeignetes Gelände bemühen. Es wurde von Land- und Gastwirt Emil Müller zur Verfügung gestellt, der auch der Vereinswirt des Sportvereins wurde. Die Gastwirtschaft Müller ist bis heute immer das Vereinslokal geblieben. 1949 wurde dann in Oberelspe ein eigener Fußballclub gegründet. Er nahm zunächst mit zwei Seniorenmannschaften an Wettbewerben und Meisterschaftsspielen teil. Eine Jugendmannschaft nahm erst 1952 offiziell ihren Spielbetrieb auf. Sie beteiligte sich auch an Meisterschaftsspielen. Das erste auswärtige Spiel wurde in Oberveischede ausgetragen und ging mit 7:2 verloren. Die Erfolge der Senioren und Jugendmannschaften waren nicht von großer Bedeutung. Die erste Mannschaft kam nie über die Kreisklasse hinaus. Die Größe des Ortes und das sich daraus zwangsläufig ergebende Spielerpotential ließen wohl kaum größere Erwartungen zu.

Die Jugend erreichte 1960 ein sehr beachtliches Ergebnis und stand mit dem SV Heggen punktgleich an der Tabellenspitze. Mit der Jugend des SV Heggen wurde um den Titel Jugend-Kreismeister gekämpft. Drei Spiele wurden erforderlich. Die Mannschaft des SV Heggen wurde auf dem Spielfeld in Oberelspe bezwungen. In Heggen musste eine Niederlage hingenommen werden. Ein anschließendes Entscheidungsspiel auf neutralem Platz in Grevenbrück endete mit einer knappen 4:3 Niederlage. Die Chance, in Oberelspe einen Kreismeister zu haben, war fünf Jahre dahin.

Dieses Ziel wurde erst 1981 erreicht, als die A-Jugend in der Allgemeinen Klasse Kreismeister wurde. Die Entscheidung fiel in Spielen gegen die beiden anderen Gruppensieger Kleusheim und Rahrbach.

Als Erfolgserlebnis verbuchte die 1. Mannschaft hin und wieder den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Dabei gelang ihr Mitte der siebziger Jahre gegen den Lokalrivalen Elspe ein 2:2, womit der Mannschaft des SSV der Aufstieg in die Bezirksklasse vereitelt wurde.

Folgende wesentlichen Ergebnisse im Leben des Sportvereins Oberelspe sollen festgehalten werden. Das von dem Land -und Gastwirt Müller 1949 pachtweise zur Verfügung gestellte Gelände wurde am 11.12.1953 durch die Gemeinde Elspe erworben und dem Sportverein für seine Zwecke zur Verfügung gestellt. Dies war auch kaum möglich, da der Sportverein nicht im Vereinsregister eingetragen war. Im Jahre 1958 beantragte der Sportverein für den Innenausbau der Dorfhalle DM 20.000,-Zuschuß des Landes NRW und DM 2000,- Zuschuß des Kreises Olpe. Mit diesen Mitteln sollte die Halle in der Weise gestaltet werden, dass dem Sportverein Möglichkeiten für Umkleide- und Trainingszwecke in der Halle geboten wurden.

Um die beantragten Mittel überhaupt erhalten zu können war vorab die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Grevenbrück erforderlich. Der Verein gab sich eine neue Satzung, änderte seinen bisherigen Namen von Fußballclub in Sportverein und wurde am 4. August 1959 in das Vereinsregister eingetragen. Jetzt hatte die Gemeinde Elspe einen Vertragspartner und schloss am 13. August 1959 einen auf 20 Jahre befristeten Pachtvertrag für das Sportplatzgelände in Oberelspe. Als Anerkennungsgebühr wurden 3,- DM jährlich vereinbart. Aufgrund einer Klausel über die Verlängerung der Pachtdauer hat dieser Vertrag heute noch Gültigkeit.

Nachdem diese Schritte getan waren, war man der Meinung das der vorhandene Zustand des Sportplatzes nicht mehr ausreichen sei. Man ging nun daran den Ausbau des Sportplatzes in die Wege zu leiten.

Die Anträge auf Bewilligung von Zuschüssen und Darlehen lief zunächst recht zügig. Mit den Ausbauarbeiten wurde 1961 begonnen. Zu diesem Zeitpunkt erkannte noch keiner die Schwierigkeiten die auf den Verein noch zukommen sollten. Gleich zu beginn stellte sich heraus das eine sehr aufwändige Stützmauer gebaut werden musste. Die damit verbundenen zusätzlichen Kosten sprengten den Finanzierungsrahmen. Das zur Verfügung stehende Geld wurde ausgegeben, der Sportplatz aber nicht fertig. Weitere Finanzierungsmittel waren nötig. Das Antragsverfahren gestaltete sich äußerst schwierig, ging aber doch gut aus. Der Sportplatz wurde fertiggestellt und am 10. Mai 1964 eingeweiht. Die lange Phase der Bauzeit wirkte sich auf den Sportlichen Bereich aus, da sämtliche Spiele auswärts ausgetragen werden mussten.

Der Sportplatz entsprach dann über viele Jahre den Ansprüchen für einen ordentlichen Spielbetrieb. Eine Renovierung des Platzes erfolgte 1980/81. Die Decke wurde erneuert und einen neue Umzäunung angebracht sowie neue Ballfanggitter wurden installiert.

Die Bauphase war bereits nach etwa sechs Monaten abgeschlossen. Am 22. März 1981 wurde das erste Spiel auf dem grundlegend erneuerten Platz ausgetragen.